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WhatsApp-Spam-Verdacht & Richtlinien-Durchsetzung – Übersicht

Eine Zusammenfassung von allem, was du über Spam-Verdachtsfälle bei Meta/WhatsApp wissen musst.

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Verfasst von Martha Franklin
Heute aktualisiert

Eine Anleitung zur Identifizierung von Ursachen, zum Verständnis von Warnungen und zur korrekten Verwendung von Vorlagen.

Warum Spam-Verdacht bei Meta auftritt

Meta (Facebook/WhatsApp) überwacht kontinuierlich, ob Business-Accounts die Richtlinien für Nachrichten und Handel einhalten. Bei Verstößen oder verdächtigen Aktivitäten können Warnungen, Einschränkungen oder Sperrungen erfolgen.

Häufige Ursachen für Spam-Verdacht:

  • Nachrichten an Nutzer:innen ohne gültige Opt-in-Methode senden

  • Nachrichten in großem Umfang ohne gezielte Ansprache oder Nutzer:innenzustimmung versenden

  • Inhalte senden, die nicht ausreichend personalisiert sind

  • Werbeinhalte mit geringer Kund:innenrelevanz oder hoher Beschwerderate

  • Hohe Anzahl an Nutzer:innenblockierungen oder Spam-Meldungen

  • Nicht genehmigte Automatisierungen oder Nutzung inoffizieller Tools

    • Was sind nicht genehmigte Automatisierungen? Weitere Infos findest du hier.

Folge: Geringere Account-Qualität, eingeschränkte Nachrichtenreichweite, vorübergehende Sperrung und (in einigen Fällen) ein dauerhafter Ausschluss.


Warnungen und wie du sie erkennst

Warnungen sind die erste Stufe der Durchsetzung. Sie zeigen an, dass Meta problematisches Verhalten festgestellt hat.

Wo du Warnungen findest:

  • Meta Business Suite → Einstellungen → WhatsApp-Accounts → Account-Status

    • Statusanzeigen umfassen Warnung, Eingeschränkt, Markiert

  • E-Mail-Benachrichtigungen von Meta an Administrator:innen

  • API/Webhooks: Falls konfiguriert, erhältst du Echtzeit-Benachrichtigungen für account_update-Ereignisse

Typische Warnsignale:

  • Plötzliche Reduzierung des Nachrichtenlimits

  • Vorlagen oder Telefonnummern können nicht aktiviert werden

  • Account-Probleme, die im Meta-Dashboard sichtbar sind


WhatsApp-Vorlagen und ihre Rolle beim Spam-Verdacht

Vorlagen (Message Templates oder HSMs) sind von Meta genehmigte Nachrichtenformate für proaktive Kommunikation. Sie sind häufig die Ursache für Spam-Verdacht, wenn sie falsch verwendet werden.

Häufige Probleme mit Vorlagen:

  • Irreführende oder übermäßig werbliche Inhalte (z. B. „Kostenloses Geschenk“-Nachrichten ohne tatsächlich verfügbares Geschenk)

  • Falscher Verwendungszweck (z. B. Marketing-Vorlage an Kundensupport-Kontakte gesendet)

  • Negative Nutzer:innenreaktionen (mehrere Blockierungen und Spam-Meldungen)

  • Geringe Personalisierung oder unklare Platzhalter

  • Verstoß gegen die Handelsrichtlinien (z. B. verbotene Produkte)

Vorlagen-Qualitätsstufen:

Stufe

Bedeutung

Folge

Hohe Qualität

Positives Feedback

Uneingeschränkte Nutzung

Mittlere Qualität

Gemischtes Feedback

Unter Beobachtung

Geringe Qualität

Hohe Spam-/Blockierungsraten

Warnung oder Pause

Pausiert / Deaktiviert

Schlechte Performance

Deaktiviert

Wo du Vorlagen-Warnungen findest:

  • Meta Business Suite → Einstellungen → WhatsApp-Accounts → Account auswählen → WhatsApp Manager → Nachrichten-Vorlagen

    • Mögliche Status: Genehmigt, Pausiert, Deaktiviert, Abgelehnt

    • Qualitätsbewertung: Hoch, Mittel, Gering

  • E-Mail-Benachrichtigungen von Meta, wenn Vorlagen pausiert oder entfernt werden

  • API/Webhooks: Ereignisse für template_status_update


Best Practices zur Vorbeugung

Um Spam-Probleme zu vermeiden, empfehlen wir dir Folgendes:

Inhalte und Kommunikation:

  • Sende Nachrichten nur an Nutzer:innen mit verifizierter Opt-in-Methode

  • Stelle sicher, dass jede Nachricht einen klaren Mehrwert bietet (nicht nur Werbung)

  • Personalisierung mit dem Namen der Empfänger:innen oder kontextuellen Informationen

  • Vermeide übermäßige Emojis, Großbuchstaben oder dringlichkeitsbetonte Formulierungen

Strategie und Überwachung:

  • Überprüfe regelmäßig die Qualitätsbewertungen

  • Lösche oder aktualisiere inaktive oder minderwertige Vorlagen

  • Überwache Feedback (Blockierungen, Spam-Meldungen)

  • Nutze A/B-Tests für Vorlagenvarianten


Wenn eine Warnung oder Einschränkung auftritt

Schritte zur Lösung des Problems:

  1. Identifiziere den Grund – über die Meta Business Suite oder die Meta-E-Mail

  2. Passe die Nachrichteninhalte an (z. B. erstelle konforme Vorlagen)

  3. Reiche einen Einspruch ein, wenn die Warnung ungerechtfertigt erscheint

  4. Überprüfe interne Prozesse – Nachrichtenhäufigkeit, Zielgruppenansprache und genutzte Tools

Hilfreiche Ressourcen:

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