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Best Practices: Zapier – Erweiterte Funktionen optimal nutzen

Erfahre mehr über die Möglichkeiten von Zapier und wie du sie nutzen kannst.

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Verfasst von Fabian Wernecke
Gestern aktualisiert

Zapier bietet eine Vielzahl erweiterter Funktionen, mit denen du flexiblere und leistungsstärkere Workflows (in Zapier als Zaps bezeichnet) erstellen kannst. Diese Funktionen sind besonders nützlich, wenn du steuern möchtest, wann ein Zap ausgeführt wird, was in Abhängigkeit von Kundenangaben passiert oder wie Daten formatiert werden sollen, bevor sie an Superchat gesendet werden.

Im Folgenden findest du die am häufigsten verwendeten erweiterten Funktionen und wie du sie nutzt.


Filter: Sicherstellen, dass bestimmte Abläufe nur bei erfüllten Bedingungen ausgeführt werden

Filter ermöglichen es dir, Bedingungen hinzuzufügen, die bestimmen, ob ein Zap weiter ausgeführt oder gestoppt werden soll. Dies ist eine der wichtigsten Funktionen in Zapier, da sie hilft, unnötige Automatisierungsläufe zu vermeiden, falsche Nachrichten zu verhindern und unerwünschte Kontakterstellungen zu reduzieren.

Filter werden häufig verwendet, um:

  • einen Zap nur für bestimmte Kundentypen auszuführen (z. B. Lead-Typ = „B2B“, Tarif = „Premium“, Sprache = „DE“)

  • Abläufe zu stoppen, wenn erforderliche Felder fehlen (z. B. Telefonnummer ist leer, Einwilligung liegt nicht vor)

  • Dubletten zu vermeiden, indem der Zap nur unter bestimmten Bedingungen ausgeführt wird (z. B. nur wenn „Superchat Kontakt-ID“ leer ist)

  • Nachrichten nur in bestimmten Phasen zu senden (z. B. Deal-Phase = „Neuer Lead“)

  • Leads basierend auf dem Standort weiterzuleiten (z. B. Land = Spanien → weiter, sonst stoppen)

  • zu vermeiden, WhatsApp-Vorlagen außerhalb des vorgesehenen Use Cases zu senden (z. B. nur wenn „Opt-in“ = ja)

  • Kontakte zu überspringen, die bereits bearbeitet wurden (z. B. „Willkommensnachricht gesendet“ = wahr)

Beispiel:
Verwende einen Filter, um eine Aktion nur dann auszulösen, wenn das übermittelte Formular ein bestimmtes Schlüsselwort enthält (z. B. „Solar“, „Demo-Anfrage“ oder „Dringend“).

Tipp:

Füge deinen Filter nach Möglichkeit direkt nach dem Trigger hinzu. So wird sichergestellt, dass dein Zap nur fortgesetzt wird, wenn die erforderlichen Bedingungen erfüllt sind (z. B. Telefonnummer vorhanden, Einwilligung erteilt, keine Testdaten).

Häufiger Fehler:

Filter zu spät im Zap zu platzieren. Dies kann zu unnötigen Zap-Läufen führen und dazu, dass unvollständige Kontakte erstellt oder unerwünschte Nachrichten ausgelöst werden, bevor der Zap stoppt.


Verzögerungen: Wartezeit zwischen Trigger und Aktion hinzufügen

Verzögerungen ermöglichen es dir, eine Pause zwischen dem Trigger und der nächsten Aktion einzufügen. Das ist nützlich, wenn du einem anderen System Zeit geben möchtest, Daten zu aktualisieren, oder wenn du warten möchtest, bevor du eine Nachricht an den Kunden sendest.

Verzögerungen werden häufig verwendet, um:

  • zu vermeiden, dass Nachrichten zu schnell nach dem Absenden eines Formulars gesendet werden
    (z. B. 2–5 Minuten warten, bevor eine WhatsApp-Nachricht gesendet wird, damit die Interaktion natürlicher und weniger automatisiert wirkt)

  • interne Überprüfungen zu ermöglichen, bevor eine WhatsApp-Vorlage gesendet wird
    (z. B. 10 Minuten warten, damit ein Teammitglied den Lead prüfen, die Telefonnummer korrigieren oder die Einwilligung bestätigen kann, bevor die Nachricht gesendet wird)

  • Follow-up-Sequenzen zu erstellen
    (z. B. sofort eine Bestätigungsnachricht senden, dann nach 1 Stunde eine Follow-up-Nachricht und nach 24 Stunden eine letzte Erinnerung, wenn der Kunde nicht geantwortet hat)

  • externen Systemen Zeit zu geben, Daten zu synchronisieren
    (z. B. einige Minuten warten, bevor aktualisierte Kontaktattribute aus einem CRM abgerufen werden, um sicherzustellen, dass die neuesten Werte verfügbar sind)

Beispiel:
Füge eine 5-minütige Verzögerung hinzu, bevor eine WhatsApp-Nachricht in Superchat gesendet wird. So hat dein Team Zeit, die Lead-Details zu prüfen oder sicherzustellen, dass die Kontaktdaten korrekt synchronisiert wurden.

Tipp:

Verwende Verzögerungen, um den Zeitpunkt zwischen den Schritten zu steuern – besonders vor dem Senden von Nachrichten. Das ist nützlich, wenn Kontaktdaten Zeit zur Synchronisation benötigen oder wenn du vermeiden möchtest, sofort auf einen Trigger zu reagieren.

Häufiger Fehler:

Verzögerungen am Ende des Zaps hinzuzufügen, anstatt vor der Aktion, die verzögert werden soll (z. B. Verzögerung nach dem Senden der Nachricht).

Mehr über Verzögerungen in Zapier findest du hier.


Formatter: Daten bereinigen und formatieren, bevor sie gesendet werden

Mit dem Formatter kannst du Daten in Zapier automatisch anpassen, bereinigen und umstrukturieren. Das ist besonders hilfreich, wenn die Daten aus einem anderen Tool nicht im richtigen Format für Superchat vorliegen.

Die korrekte Datenzuordnung und -formatierung sind entscheidend für zuverlässige Zaps. Wenn Felder fehlen oder Werte im falschen Format vorliegen (z. B. Telefonnummern ohne Landesvorwahl), können Superchat-Aktionen fehlschlagen oder Kontakte mit unvollständigen Informationen erstellt werden. Der Zapier Formatter hilft dir, deine Daten zu standardisieren und vorzubereiten, bevor sie an Superchat gesendet werden.

Der Formatter wird häufig verwendet, um:

  • Telefonnummern in das internationale Format zu bringen (z. B. +49…)

  • einen vollständigen Namen in Vorname / Nachname zu trennen

  • Daten in ein Standardformat umzuwandeln

  • unerwünschte Zeichen oder Leerzeichen zu entfernen

  • Text in Klein- oder Großbuchstaben umzuwandeln

Beispiel:
Ein Formular-Tool sendet das Feld „Name“ als Max Mustermann. Verwende den Formatter, um dies zu trennen in:

  • Vorname: Max

  • Nachname: Mustermann
    Anschließend werden beide Felder als Kontaktattribute an Superchat gesendet.

Tipp:

Verwende den Formatter, um Daten zu standardisieren, bevor sie an Superchat gesendet werden. Das ist besonders wichtig für Telefonnummern (internationales Format), Namen und Datumsfelder (die in Superchat als E.164, JJJJ-MM-TT oder JJJJ-MM-TT hh-mm-ssZ formatiert werden).

Häufiger Fehler:

Daten ohne Formatierung direkt in Superchat zu übertragen. Das kann dazu führen, dass Aktionen fehlschlagen oder Kontakte mit fehlenden oder falschen Attributen erstellt werden.

Weitere Informationen zur Formatter-Funktion findest du hier.

Pfade: Unterschiedliche Ergebnisse in Abhängigkeit von Bedingungen erstellen

Pfade ermöglichen es dir, „Wenn/Dann“-Logik in deinen Zap einzubauen. Das bedeutet, dass der Zap je nach Kundendaten, Auswahl oder Verhalten unterschiedliche Schritte ausführen kann.

Pfade werden häufig verwendet, um:

  • Leads basierend auf Budget oder Standort weiterzuleiten
    (z. B. Budget ≥ 6.000 € → an das Vertriebsteam senden, Budget < 6.000 € → an einen Nurturing-Flow / Infonachricht senden)

  • unterschiedliche WhatsApp-Vorlagen je nach Kundenanfrage zu senden
    (z. B. wenn die Anfrage „Preis“ enthält → Preistemplate senden, wenn die Anfrage „Termin“ enthält → Buchungstemplate senden)

  • Kontakte verschiedenen Pipelines oder Teams zuzuweisen
    (z. B. Region = Nord → Team A zuweisen, Region = Süd → Team B zuweisen)

  • VIP-Leads von Standard-Leads zu trennen
    (z. B. Lead-Quelle = Empfehlung / hochwertiges Produkt / VIP-Häkchen = ja → Prioritätsbehandlung, sonst Standardprozess)

  • verschiedene Dienstleistungen oder Produkte in einem Workflow zu behandeln
    (z. B. Dienstleistung = „Installation“ → Installations-Flow senden, Dienstleistung = „Wartung“ → Wartungs-Flow senden)

  • in der richtigen Sprache zu antworten
    (z. B. Sprache = DE → deutsches Template senden, Sprache = ES → spanisches Template senden)

Beispiel:
Wenn die Formularübermittlung das Schlüsselwort „Dringend“ enthält, wird Aktion A ausgelöst (z. B. sofort eine WhatsApp-Nachricht senden + Vertrieb benachrichtigen). Wenn das Schlüsselwort nicht enthalten ist, wird Aktion B ausgelöst (z. B. Kontakt zu einer Nurturing-Liste hinzufügen und eine Standardantwort senden).

Tipp:

Verwende Pfade, um klare „Wenn/Dann“-Logik aufzubauen. Halte die Bedingungen einfach, damit jeder Kontakt ohne Überschneidungen in den richtigen Pfad geleitet wird.

Häufiger Fehler:

Zu breite oder unklare Pfadbedingungen zu erstellen, was dazu führen kann, dass Kontakte falsch weitergeleitet werden oder die falsche Nachricht erhalten.

Es ist auch wichtig zu beachten, dass Zapier nur dem ersten Pfad folgt, dessen Bedingungen erfüllt sind – selbst wenn mehrere Pfade zutreffen. Daher lohnt es sich, die Reihenfolge der Pfade sorgfältig zu planen.

Mehr über Pfade in Zapier erfährst du hier.


Mehrstufige Zaps: Mehrere Aktionen aus einem Trigger ausführen

Mehrstufige Zaps ermöglichen es dir, fortschrittlichere Workflows zu erstellen, bei denen ein Trigger mehrere Aktionen auslöst. Das ist ideal, wenn du mehrere Tools automatisch aktualisieren möchtest.

Mehrstufige Zaps werden häufig verwendet, um:

  • einen Kontakt in Superchat zu erstellen oder zu aktualisieren und dann Kontaktattribute zu ergänzen
    (z. B. zuerst den Kontakt erstellen, dann Attribute wie Budget, Interesse an Dienstleistung, Postleitzahl oder Lead-Quelle hinzufügen)

  • eine WhatsApp-Vorlage zu senden und den Lead in Google Sheets zu protokollieren
    (z. B. eine Willkommensnachricht über Superchat senden, dann die Lead-Details in einem Google Sheet für die Berichterstattung oder Vertriebsverfolgung speichern)

  • ein Label in Superchat hinzuzufügen und einen Slack-Kanal zu benachrichtigen
    (z. B. den Kontakt als Neuer Lead oder Hohe Priorität kennzeichnen, dann eine Slack-Nachricht in deinem Vertriebskanal mit dem Namen und Budget des Leads posten)

  • interne Aufgaben für die Nachverfolgung zu erstellen
    (z. B. eine Trello/Asana-Aufgabe für dein Team erstellen, um den Lead anzurufen, einen Termin zu vereinbaren oder ein Angebot zu senden)

  • mehrere Follow-up-Aktionen aus einem Ereignis auszulösen
    (z. B. CRM-Status aktualisieren, ein Teammitglied zuweisen und eine Bestätigungsnachricht senden – alles aus einer einzigen Formularübermittlung)

Mehr über mehrstufige Zaps in Zapier erfährst du hier.

Beispiel:
Nachdem ein Kunde ein Formular übermittelt hat:

  1. Kontakt in Superchat erstellen/aktualisieren

  2. WhatsApp-Nachricht über Superchat senden

  3. Erinnerung in Slack erstellen

So entsteht ein vollständiger Workflow aus einem einzigen Trigger.

Tipp:

Strukturiere mehrstufige Zaps in einer logischen Reihenfolge: Kontakt erstellen/aktualisieren → Attribute ergänzen → Nachricht senden → interne Follow-ups. So ist sichergestellt, dass Superchat immer über die aktuellsten Daten verfügt, bevor Nachrichtenaktionen ausgeführt werden.

Häufiger Fehler:

Eine Nachricht zu senden, bevor die Kontaktdaten aktualisiert wurden. Das kann zu falscher Personalisierung, fehlenden Attributen oder Nachrichten führen, die gesendet werden, bevor der Kontakt korrekt erstellt wurde.

Nutze den offiziellen Zapier-Leitfaden_Automationen.pdf, um die Automatisierung zu planen, die du erstellen möchtest.


Häufige Probleme & schnelle Lösungen:


Zap läuft, aber in Superchat passiert nichts

  • Prüfe, ob ein Filter-Schritt den Zap blockiert

  • Bestätige, dass der Zap dem richtigen Superchat-Workspace zugeordnet ist

  • Überprüfe, ob erforderliche Felder (z. B. Telefonnummer) vorhanden sind

Kontakte werden mehrfach erstellt

  • Füge einen Filter hinzu, um Wiederholungen zu stoppen

  • Stelle sicher, dass du die richtige „Erstellen vs. Aktualisieren“-Logik verwendest

  • Vermeide mehrere Zaps, die durch dasselbe Ereignis ausgelöst werden

Nachrichten können nicht gesendet werden

  • Bestätige, dass das Telefonnummernformat korrekt ist

  • Prüfe, ob eine WhatsApp-Vorlage erforderlich ist (außerhalb des Kundenservice-Zeitfensters)

  • Stelle sicher, dass der WhatsApp-Kanal in Superchat verbunden und aktiv ist

Zusätzliche Ressourcen

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